Am 8. Dezember 2025 hat die Financial Conduct Authority (FCA) das Policy Statement PS25/20 veröffentlicht und damit die endgültigen Regeln für Consumer Composite Investments (CCI) eingeführt. Dieses neue Rahmenwerk ersetzt die PRIIPs- und UCITS-Offenlegungsregime durch einen einheitlichen, verbraucherorientierten Ansatz. Das Ziel der FCA ist klar: Privatanleger sollen durch transparente, prägnante und zeitnahe Informationen gestärkt werden. Das CCI-Regime ist Teil eines umfassenderen Pakets von Reformen für Verbraucherinvestitionen, das mit den Grundsätzen der Consumer Duty abgestimmt ist.

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Am 8. Dezember 2025 hat die Financial Conduct Authority (FCA) das Policy Statement PS25/20 veröffentlicht und damit die endgültigen Regeln für Consumer Composite Investments (CCI) eingeführt. Dieses neue Rahmenwerk ersetzt die PRIIPs- und UCITS-Offenlegungsregime durch einen einheitlichen, verbraucherorientierten Ansatz. Das Ziel der FCA ist klar: Privatanleger sollen durch transparente, prägnante und zeitnahe Informationen gestärkt werden. Das CCI-Regime ist Teil eines umfassenderen Pakets von Reformen für Verbraucherinvestitionen, das mit den Grundsätzen der Consumer Duty abgestimmt ist.

Was ändert sich?

Das neue CCI-Regime der FCA führt ein „Product Summary“ als zentrales Element der Offenlegung ein. Das CCI-Dokument soll Verbrauchern klare, vergleichbare und relevante Informationen in einem ansprechenderen Format bieten. Anders als die PRIIPs-Vorlage erlaubt das Product Summary den Unternehmen Flexibilität in der Darstellung, während die Inhalte für zentrale Kennzahlen standardisiert bleiben.

Das Product Summary muss enthalten:

Kosten und Gebühren

Die Hauptkennzahl ist die Ongoing Cost Figure (OCF), die den Verbrauchern einen klaren Überblick über laufende Kosten geben soll. Ergänzt wird dies durch Angaben zu Transaktionskosten und einmaligen Gebühren, um vollständige Kostentransparenz sicherzustellen. Ziel der FCA ist es, den Verbrauchern zu ermöglichen, die Kosten von Produkten einfach zu vergleichen, ohne von Fachjargon überfordert zu werden.

Risiko und Rendite

Das Regime führt eine neue Risikoskala von 1 bis 10 ein, die die bisherige PRIIP SRI-Skala (1–7) ersetzt. Dies soll eine genauere und differenziertere Darstellung des Risikos ermöglichen. Für einfache Produkte wie Fonds wird die Risikoklasse direkt durch die 10-Jahres-Volatilität des Produktpreises bestimmt. Für strukturierte Produkte schreibt die FCA die Verwendung der Value-equivalent-Volatility (VEV)-Methodik vor, die die potenzielle Schwankung der Rendite bis zur Fälligkeit abbildet.

Vergangene Performance

Anstelle hypothetischer Szenarien verlangt das CCI-Regime eine 10-jährige historische Performance-Grafik, einschließlich monatlicher Datenpunkte und Benchmark-Vergleiche, sofern relevant. Dieser Ansatz gibt Verbrauchern ein realistisches Bild der bisherigen Wertentwicklung und unterstützt fundierte Entscheidungen.

Allgemeine Informationen

Das Summary muss außerdem praktische Details enthalten, wie Beschwerdeverfahren, FSCS-Abdeckung und etwaige Strafgebühren bei vorzeitiger Kündigung. Diese Elemente stellen sicher, dass Verbraucher nicht nur die finanziellen Aspekte des Produkts verstehen, sondern auch ihre Rechte und den Verbraucherschutz.

PRIIPs vs. CCI: Wichtige Unterschiede im Vergleich

PRIIPs vs. CCI: Wichtige Unterschiede im Vergleich

Compliance-Zeitplan

Die 18-monatige Umsetzungsfrist beginnt jetzt! Unternehmen sollten die Zeit bis April 2026 nutzen, um ihre Systeme, Vorlagen und Prozesse vorzubereiten.

Compliance-Zeitplan

Auswirkungen auf Hersteller und Vertrieb

Hersteller sind verantwortlich für die Erstellung des Product Summaries, dem Kernstück des neuen Offenlegungsregimes. Das bedeutet:

  • Gestaltung und Produktion von Product Summaries gemäß den Mindestinhalten der FCA.
  • Sicherstellung korrekter Kostenberechnungen (OCF und Transaktionskosten), um irreführende Angaben zu vermeiden.
  • Implementierung neuer Risikomethoden wie der Volatilitäts-basierten Skala und des VEV-Modells für strukturierte Produkte.
  • Gewährleistung der Datenverfügbarkeit für 10-jährige historische Performance und Benchmarks, was robuste Datenmanagementsysteme erfordert.

Vertriebspartner sind die Schnittstelle zum Verbraucher und müssen sicherstellen, dass Produktinformationen klar und rechtzeitig bereitgestellt werden. Sie müssen:

  • Product Summaries in die Customer Journey integrieren und leicht zugänglich machen.
  • Wichtige Informationen vor dem Verkauf hervorheben, im Einklang mit den Consumer Duty-Prinzipien.
  • Datenübertragungsprozesse mit Herstellern für maschinenlesbare Formate etablieren, um Konsistenz sicherzustellen.
  • Mitarbeiter schulen zu neuen Offenlegungspflichten und verbraucherorientierter Kommunikation.

Hersteller und Vertriebspartner müssen eng zusammenarbeiten, um Konsistenz in der gesamten Vertriebskette sicherzustellen. Die Flexibilität des CCI-Regimes bietet die Chance, das Kundenerlebnis zu verbessern, aber nur, wenn die Datenstandards, das Timing und die Darstellung zwischen Hersteller und Vertrieb aufeinander abgestimmt sind.

Weitere Einblicke aus dem FCA-Policy Statement

Die FCA hat eine optionale Übergangsphase ab April 2026 eingeführt, in der Hersteller zwischen der neuen CCI-Produktsummary und den bestehenden PRIIPs-/UCITS-Anforderungen wählen können. Diese Flexibilität soll Unternehmen Zeit geben, Systeme anzupassen, Mitarbeiter zu schulen und neue Vorlagen zu testen, bevor die vollständige Umsetzung im Juni 2027 erfolgt. Die frühzeitige Einführung in der Übergangsphase ab April 2026 hilft, gegebenenfalls Lücken zu identifizieren und die Customer Journey ohne regulatorischen Druck zu optimieren.

Consumer Duty-Verknüpfung: Die FCA verknüpft das CCI-Regime explizit mit den Grundsätzen der Consumer Duty, indem es Verpflichtungen wie Handeln in gutem Glauben („acting in good faith”), Vermeidung vorhersehbarer Schäden (avoiding foreseeable harm“) und Ermöglichung informierter Entscheidungen („enabling informed decisions“) operationalisiert.

Overseas Funds Regime (OFR): Hersteller von OFR-Schemes können ebenfalls die Übergangsoption nutzen, was grenzüberschreitende Compliance-Aspekte einführt. Unternehmen, die ausländische Fonds im Vereinigten Königreich vertreiben, müssen Offenlegungspraktiken an die CCI-Anforderungen anpassen und gleichzeitig unterschiedliche Anforderungen in anderen Rechtsordnungen erfüllen.

Wechsel der Risikomethodik: Der Übergang von szenariobasierten Projektionen unter PRIIPs zu historischen Daten unter CCI stellt eine bedeutende methodische Änderung dar. Die neue Risikoskala (1–10) basiert auf der 10-Jahres-Volatilität und strukturierte Produkte werden das Value-at-End-Modell (VEV) verwenden.

Aufsichtsfokus: Die FCA hat angekündigt, die Einhaltung genau zu überwachen, insbesondere in Bezug auf:

  • Klarheit der Risikoinformationen
  • Kostentransparenz
  • Verbraucherverständnis

Auswirkungen auf die Branche

Die Änderungen des CCI-Regimes erfordern erhebliche operative Anpassungen bei Herstellern und Vertriebspartnern. Diese gehen deutlich über die Aktualisierung von Vorlagen hinaus und betreffen Kernprozesse, Dateninfrastruktur und Compliance-Frameworks:

  • Datenmanagement: Zugang zu erweiterten historischen Performance-Daten und präzisen Kostenberechnungen sicherstellen.
  • Risikomethodik-Updates: Einführung der Volatilitäts-basierten Risikoskala und des VEV-Modells für strukturierte Produkte.
  • Consumer Duty-Alignment: Offenlegungen müssen klar, frei von Fachjargon und nachweislich entscheidungsunterstützend sein.

Nächste Schritte

Die PRIIPs-Verordnung gilt seit 2018, die neuesten RTS-Updates wurden 2023 umgesetzt. Unsere KID Compliance-Services erfüllen sämtliche Anforderungen, sodass keine zusätzlichen Änderungen für die KID Compliance in Europa erforderlich sind. UK-basierte Unternehmen oder Firmen, die im Vereinigten Königreich Produkte herstellen oder beraten, sollten jetzt mit der Planung für die Umstellung auf CCI beginnen.

cleversoft Services

Bei cleversoft bieten wir eine End-to-End UK CCI Compliance-Lösung, um die Einhaltung des CCI-Regimes zu unterstützen:

  • KID Compliance: Automatisierte Erstellung konformer Product Summaries.
  • Datenintegration: Maschinenlesbare Dateien für die effiziente Bereitstellung durch Vertriebspartner.
  • Kosten- und Risikoberechnungsmodule: Sicherstellung der geforderten Genauigkeit und Compliance mit FCA-Methoden.
  • Optimierung der Customer Journey: Tools für die Prüfung und Verbesserung der Offenlegungseffektivität gemäß Consumer Duty.

Unser Regulatory Watch Team verfolgt alle relevanten Entwicklungen. Im Rahmen unseres Compliance Commitments bieten wir unseren Kunden kontinuierlich weiterentwickelte regulatorische Services, die sämtliche Änderungen und neue Offenlegungspflichten berücksichtigen.

Weitere Informationen zu unseren KID Compliance-Services finden Sie auf unserer Website. Bei Fragen wenden Sie sich bitte über das Kontaktformular an unser Expertenteam.